Sonntag, 11. September 2016


Hallo,

Eigentlich wollte ich ja schon am gestrigen Tag meinen Reisebericht beginnen, aber irgendwie kam dann die Müdigkeit dazwischen.

Im Vorfeld ist mir leider das passiert, was man vor einem Urlaub so gar nicht gebrauchen kann:
Vergangenen Freitag bin ich beim Reinigen zuhause in der Küche ausgerutscht und habe seitdem Probleme mit dem rechten Bein. Am Anfang hat es nur bei einer falschen Bewegung  vom Gesäß bis zur Kniekehle wehgetan, es war nicht dick oder blau. Anders am Montag, da sah das Ganze dann so aus:





Zum Arzt bin ich trotzdem nicht gegangen , am Ende hätte er mir noch die Reise verboten? 
Geht  nicht, also Augen zu und durch. Bewegung soll ja eigentlich nach anfänglicher
Ruhezeit ( welche ich nicht wirklich hatte), ganz gut sein.
 Also bin ich weiterhin brav auf Arbeit rumgehumpelt.
Zum Glück wurde es von Tag zu Tag etwas besser, aber schon jetzt war klar, dass ich im Urlaub mit gewissen Einschränkungen werde auskommen müssen ( Baden nur mit rutschfesten Badeschuhen,  geplante ( zu Glück aber noch nicht gebuchte) Ausflüge bei der Kreuzfahrt kann ich nicht mitmachen. Auch wenn ich bis dahin vielleicht wieder hergestellt bin, die Angst ist zu groß, beim z.B. Klettern an Wasserfällen wieder auszurutschen.

Aber ich hoffe, dass es trotzdem ein Traumurlaub für mich wird.


Nun soll es aber losgehen:


Mittwoch, 07.09.

 Nachdem ich bis 20 Uhr noch  Gäste bedient habe, machen wir uns mit meinem Mann, Sohn und Hund auf den Weg nach Leipzig.

Auf der Gegenspur der Autobahn brennt gerade der letzte Rest eines LKWs nieder, massenweise Feuerwehr und Polizei sind im Einsatz. Ich schicke das erste Dankesgebet zum Himmel, das dies nicht auf unserer Seite passiert ist.
(Die Fahrbahn wird auch noch Stunden später gesperrt sein).

Wir erreichen gegen 21.30 die Bushaltestelle von Flixbus.
Pünktlich um 22.30 dann  fährt ein Doppelstockbus vor.

Ich finde unten einen Fensterplatz, verabschiede mich von meiner Familie und bekomme feuchte
Augen.

So sehr ich mich auch auf die nächsten zwei Wochen freue, noch schöner wäre es, wenn wir diese
Reise gemeinsam  machen könnten.

Aber aus mehreren Gründen ( Arbeit , keinen Aufpasser für unseren Hund über die Zeit und ins Tierheim würden wir ihn nie geben), ging das nicht.
Mein erwachsener behinderter Sohn war 2016  mit und möchte erstmal " Pause machen". Wir hatten
letztes Jahr beim Hinflug sehr starke Turbulenzen, und die große Hitze bei der Kreuzfahrt ist ihm auch nicht so bekommen.

Aber wir machen natürlich trotzdem in Familie mehrmals kurze Reisen, aber dann in Deutschland
oder den Niederlanden, da darf auch unser Hund mit!


Der Bus ist gut gefüllt mit meist jüngeren Gästen verschiedener Nationen. Viele steigen in Hannover aus und so bekomme ich dann sogar noch einen Platz mit Tisch. Die Fahrt an sich ist angenehm, nur meinem Bein bekommt das lange Sitzen noch nicht so ganz. Einige Zeit und eine Schmerztablette später schlafe ich dann aber doch noch ein paar Stunden.









  




Donnerstag, 08.09.2016

Als wir ebenfalls pünktlich 7 Uhr in Amsterdam Bahnhof Sloterdijk ankommen, empfängt uns schon eine wohltuende Wärme, und das im September!
Mein


 Gepäck


 





Ich kaufe eine Tageskarte für 15 €, kann damit  Bus, Zug und Straßenbahn 24 h fahren. Ich nehme
den Zug  zum Airport. Dort gibt es erstmal was für den hungrigen Magen.

Am Busstand dann warte ich vergeblich auf einen Shuttle mit der Aufschrift für mein Hotel.
Erst nach mehrmaliger Nachfrage finde ich jemanden, der mir erklärt, welcher das ist.
Es steht nämlich nicht   " Best Western Plus  Amedia "drauf, sondern Rijk Express,
Rijk ist die Gegend, wo sich gleich mehrere Hotels befinden und ein Parkpatz für die Autos der
Fluggäste.
Sowas muss einem ja aber eigentlich im Vorfeld mitgeteilt werden vom Veranstalter (in diesem Fall
Expedia)...


Ich bin zwar schon gegen 9 Uhr im Hotel und Zimmerbezug ist eigentlich erst ab 14 Uhr, ab nach kurzer Wartezeit bekomme ich ein schönes großes  Eckzimmer im 6 Stock.

Ich dusche erstmal und nach kurzer Pause  fahre ich mit dem Shuttle wieder zurück zum Flughafen und von da in die Stadt. Die Züge verkehren in kurzen Abständen.

Mittlerweile ist es Mittagszeit und richtig heiß geworden. Die Straßenbahnen haben keine
Klimaanlage.es macht also nicht unbedingt Spaß, damit zu fahren. Ich schau mir nur kurz die Stadt an, kenne sie ja schon von mehreren Besuchen. Es ist einfach zu warm für einen Rundgang.












So fahre ich lieber zurück zum  Schiphol Airport, setzte mich mit einem Kaffe auf die Besucherterasse  in den Schatten und schaue den Flugzeugen beim Starten zu.
Anschließend bummle ich durch die Geschäfte im Flughafen. Er ist sehr sauber, groß und schön.
Ich kaufe mir etwas zum Abendbrot und fahre mit dem nächsten Shuttle zurück.
Da es im Hotel nur Frühstück gibt und abends nur eine kleine Bar, gehe ich frühzeitig in Zimmer und nach einem Facetimeanruf mit meiner Familie ins Bett.
In 10  Minuten Entfernung sollte es wohl Restaurants geben, aber noch mehr laufen wollte ich heut nicht, das empfand wohl  auch mein Bein so.

Schon bald schlief ich ein.


















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