Montag, 12. September 2016

Eine lange Anreise

Freitag, 09.09.2016
Heute wird's etwas viel Schreiberei, das ist aber der  komplizierten Anreise geschuldet.

Ich brauchte keinen Wecker, stand 5.30 Uhr Gewehr bei Fuß.
Heut geht es nun endlich wieder in meine zweite Heimat Florida!!!
7 Uhr fahre ich mit dem Shuttle zum Airport.  Bis zum Abflug  sind noch über 3 Stunden Zeit.
Im Endeffekt war das aber genau richtig . Denn ich muss fast über den ganzen Flughafen ( es gibt dort keine Züge zwischen den Terminals:
macht Spass mit Koffer, Rucksack ,Handgepäck und einem Verband, der einem ständig vom Bein rutscht...
Irgendwie will mich der Computer auch nicht einchecken. Erst als die Dame am Schalter mit jemandem telefoniert, klappt das endlich. Da wird einem schon anders, wenn man zweimal gefragt wird, ob man ESTA gemacht und auch ein Rückflugticket gebucht hat. Zum Glück habe ich die Bescheinigungen gleich dabei.
Vielleicht lag es daran, dass mein Rückflug mit United geht und nicht mit LH.
So vergeht die Zeit und als ich dann endlich nach nochmaligem längerem Fußmarsch, diesmal aber nur mit Handgepäck am Gate ankomme, reicht es noch für einen Kaffe und ein Brötchen, dann geht es schon in den Flieger nach Frankfurt. Ich bin schon mehrfach von Amsterdam nach Frankfurt geflogen, aber sonst war das immer der letzte Flug zum Abschluss einer Reise. Diesmal ist es nun andersherum und gefällt mir wesentlich besser!!!
Als wir dann abheben, laufen mir die Tränen in Sturzbächen. Zu sehr habe ich mir in den letzten Monaten genau diese Zeit herbeigesehnt.









































Jetzt nehme ich erstmal bewusst wahr, dass ich heut Abend schon in Orlando 
im Hotelpool baden und die kommende Zeit genießen kann.



Pünktlich landen wir in Frankfurt, aber natürlich muss ich auch hier zu meinem  Anschlussgate
einige Zeit laufen.
Ein kurzer Bummel durch die Geschäfte im Transitbereich, ein Anruf mit meinem Mann und schon
geht's in den Flieger nach Orlando. Es ist eine Boeing 747. Ich hatte mir im Vorfeld schon einen
Sitzplatz in einer der letzten Reihen reserviert, wo statt 3 nur 2 Plätze nebeneinander sind und man
genügend Platz zwischen Fenster und Sitz hat.











Auch dieser Flug ist, wie der erste von Amsterdam voll bis auf ganz wenige Ausnahmen.
Wir starten mit einer Dreiviertelstunde Verspätung. Vor uns liegen 10 Stunden, bis wir in Orlando landen.
Es gibt  eine große Auswahl an Filmen etc. in deutscher Sprache, aber so richtig interessiert mich das nicht.
Neben mir sitzt ein junger Rumäne, welcher nach kurzer Zeit schon in den Schlafmodus übergeht.
Nach dem üblichen Chicken oder Pasta Wahlessen mache ich das Gleiche, betreibe zwei Stunden Intensivaugenpflege.
Die restliche Zeit vergeht mit Reisebericht schreiben und lesen. Kurz vor der Landung gibt's nochmal was Warmes, entweder Nudeln oder Wurst. Ich hatte  Batwurst mit
Sauerkraut und Kartoffelmus und einen Pudding. Also an das Lufthansaessen kommen die
 amerikanischen  Airlines nicht ran. Es war wirklich alles sehr lecker.

Gegen18 Uhr dann landen wir ohne große Turbulenzen. An der Immigration folgt aber dann das böse Erwachen:
Eine Riesenmenschenmenge zwängt sich mit ihrem  Handgepäck zu den Schaltern. Wir kommen gar nicht hin, die Schlange endet schon lange vor der Abfertigungshalle in den Gängen. Zwischendrin hört man immer wieder kleine Kinder weinen: logisch, nach so einer langen Reise will jeder nur noch ins Hotel. Mindestens ein Flieger wurde noch zur gleichen Zeit dort abgefertigt.

Erst als wir die Halle erreichen, sehe ich ein Reihe für US Bürger, und eine für Visitors, also uns und viele leere Selfcheckinautomaten , an denen nur ganz selten jemand steht.
Irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass man, wenn man schonmal in Amerika war, dort einchecken kann und dann nur  nochmal die Bestätigung zeigen muss. Da aber keiner aus der Menge dahinging, hab ich mir das auch nicht getraut. Ich hätte mich ja an den Absperrbändern durchmogeln müssen.
Als dann aber fast 2 Stunden vergangen sind, frage ich doch mal einen Officer: Er will nur wissen, ob ich w
ESTA habe und wann ich das letzte Mal in der USA war, dann darf ich tatsächlich zum Selfcheckinautomaten .
Nun geht alles sehr schnell und nach kurzer Zeit bin ich durch.
Ich verstehe aber wirklich nicht, warum bei den vielen hunderten Leuten kaum jemand war, der das auch probiert hatte. Die sind doch niemals alle das erste Mal drüben gewesen??

Die Koffer laufen währenddessen die ganze Zeit über das Band. Ich finde meinen schnell und gehe zur Bushaltestelle vor dem Terminal. Mit dem Stadtbus "LYNX" fahre ich zu meinem Hotel. Da es mittlerweile dunkel draußen geworden ist, frage ich den Fahrer nach dem "Courtyard International Drive Convention Center".Er will mir Bescheid geben, wann ich aussteigen muss. Leider sind wir schon 2 Stationen weiter, als er merkt, dass wir an meinem Hotel schon vorbei sind.Er gibt mir ein neues Ticket und meint, ich solle den nächsten Bus zurück nehmen.

Dazu habe ich nun aber nach so einer langen Anreise so gar keine Lust mehr. So nehme ich mir für das kurze Stück zurück ein Taxi, zahle mit 10 $  viel zuviel dafür, aber ich bin endlich da!!
Mittlerweile zeigt die Uhr  9.30 pm. Das bedeutet, dass ich mit den 6 Stunden Zeitverschiebung seit 22 Stunden mit nur 2 Stunden Schlaf im Flieger auf den Beinen bin.
Aber bevor ich endlich schlafen gehe, lasse ich es mir nicht nehmen, den schönen Aussenpool des Hotels bei tropischer Wärme zu genießen.

Danach gibt's noch ein belegtes  Sandwich  aus dem Minimarkt im Hotel und  ich falle nur noch in das riesige Bett, schlafe sofort ein.



















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