Ich habe es doch glatt geschafft, nochmal 2 Stunden einzuschlafen. Die Uhr zeigt " mal wieder" gegen 2 Uhr in der Früh. Dafür bin ich ab jetzt putzmunter, denn heut ist der Tag, auf den ich am allermeisten hingefiebert habe.
ES GEHT AUFS SCHIFF!
Ich vertreibe mir die Zeit bis zum Morgen mit facetimen und Bericht schreiben.
6.30 dann lasse ich mir ein kleines Frühstück mit leckerem Kaffee bei Starbucks, welcher sich im Hotel befindet, schmecken.
Da hier ein Shuttle zum Port of Miami für nur 9 USD angeboten wird, nehme ich das natürlich gern an. Allerdings fährt dieser erst 11 Uhr.
So bleibt noch genügend Zeit für Relaxen am Pool.
Pünktlich chauffiert mich dann der Fahrer quer durch Miami zum Hafen. Ich bin die Einzige für diese Kreuzfahrt.
Die Aufregung steigt, und als ich die "NORWEGIAN GETAWAY" am Horizont erkennen kann, ist es mit meiner Haltung mal wieder vorbei.
Ich bin froh, hinter dem Driver zu sitzen. Er muss ja nicht mitbekommen, dass ich weine vor Freude!
Leider hab ich erstmal nur dieses Foto von dem Schiff. Es kommen aber noch bessere.
Es sind wohl um die 4000 Passagiere und ca. 2000 Mann Besatzung drauf bei voller Belegung.
Am Hafen liegt zwar nur unser Schiff vor Anker, aber dadurch, dass einige Gäste der letzten Fahrt noch da stehen und auf ihren Rücktransport warten, währen Hunderte andere die Koffer zum Einchecken abgeben, ist das Gewusel groß.
Ich hatte in der Aufregung vergessen, den Gepäckanhänger auszudrucken.
Das macht aber nichts, anderen geht's genauso.
Ein Mitarbeiter verteilt neue zum Ausfüllen.
Die Koffer werden auf Wagen verladen, aber das kenne ich ja schon von vorangegangenen Schiffsreisen, auch dass man "keinen" Teil des Gepäckabschnittes mitbekommt wie beim Flug.
Irgendwie kommt das Gepäck trotzdem immer auf der richtigen Kabine an.
Das Einchecken dauert im Vergleich zu Royal Carribean (RCCL) bei den letzten Reisen deutlich
länger und ist auch von der Einrichtung her ziemlich öde.
Die Halle sieht eher aus wie ein Lagerschuppen als die Vorstufe zu einer Traumreise.
Nach ca. 1 h ist es dann aber geschafft und wir betreten das Schiff.
Da kommt gleich der nächste Hammer: Kam man bei RCCL unter Musikklängen in dem Shoppingteil des Schiffes an, empfängt uns hier der Geruch nach abgestandenem Rauch, denn wir landen im Casino! Was ist denn das für ein Empfang?? Es sind ja Kinder mit dabei, die da auch mit durch müssen.....
Sorry, aber ich bin erstmal leicht schockiert.
Hoffentlich geht das nicht so weiter.
Gleich als Erstes buche ich am Sevicecenter das Wochenpaket für den "VIBE BEACH CLUB". Dies
ist ein Ruhebereich mit eigenem Whirlpool auf dem obersten Deck unter freiem Himmel, nur für eine bestimmte Anzahl Gäste. Von vorangegangenen Reiseberichten wusste ich, dass dieser schnell ausgebucht ist. Man kann ihn allerdings erst reservieren, wenn die Reise beginnt.
Unsre Kabinen sind noch nicht fertig, also gehen alle erstmal ins
GARDEN CAFE, ein Buffetrestaurant
Es ist hell und freundlich eingerichtet mit Rundumblick aufs Meer. Ein Teil des Cafés befindet sich sogar auf dem Aussendeck.
Hier ist natürlich am ersten Tag auch die Hölle los, aber man bekommt immer einen Platz , die Speisen sind richtig lecker und an Auswahl mangelt es auch nicht.
Natürlich kann man das nicht mit der " Oasis of the Seas" vom letzten Jahr vergleichen, aber da waren ja auch ein paar tausend Leute mehr drauf.
Nun muss nur noch meine Unterkunft in Ordnung sein, dann bin ich wieder ausgesöhnt mit dem Schiff.
Ich werde nicht enttäuscht. Meine Balkonkabine an Deck 14 steht der von RCCL in nichts nach:
seht selbst:
Sie liegt direkt unter dem Garden Café und dem Pooldeck, genau das, was ich wollte.
Mein Koffer ist noch nicht da. Das war aber bei RCCL genauso, einmal hatte ich ihn erst gegen Abend vor der Tür stehen.
Ich schnappe mir meine Badesachen und genieße die ersten Runden im Pool. Es gibt leider nur einen für Erwachsene, einen für Kinder, einen Wasserspielpatz und für Gäste einer Suite einen privaten Bereich mit extra Pool.
Noch vor der Rettungsübung buche ich das Internetpaket für die ganze Woche. Es kostet 88 USD, viel weniger als vorher auf der Homepage im Internet.
Manchmal ist es eben besser, zu warten mit Buchen bestimmter Sachen. Im Reisepreis inbegriffen sind zwar 250 Freiminuten, aber die sind bei meiner Internetnutzung und vor allem den vielen Facetimeanrufen nach Hause schnell um.
Ich packe meinen Koffer aus, der inzwischen da ist.
Nun wird zur Rettungsübung gerufen. Wir sitzen in verschiedenen Gruppen verteilt auf die Restaurants im Schiff. Manche Gäste kennen anscheinend die Zeit nicht, deshalb müssen wir ewig warten, bis alle eingetrudelt sind. Die Übung geht aber zum Glück nicht lange und es ist an der Zeit, an Deck zu gehen, um das Auslaufen aus Miami zu sehen.
Leider ist dies hier wenig spektakulär gemacht. Bei RCCL wird es groß angekündigt und das Schiffshorn ertönt dreimal - hier irgendwie nicht.
Wir fahren einfach los. Na gut, wenigstens ist die Aussicht auf Miami prima
Nach dem Abendessen am Buffet gehe ich zum Sonnenuntergang an Deck.
Es ist aber bewölkt und so kann ich leider keine guten Fotos machen.
Ich laufe über das Schiff, setze mich in einen bequemen Sessel am Bug und genieße die warme Nachtluft.
Gegen 22 Uhr ( hurra, ich habe ausgehalten!), zieht mich aber das Bett magisch an und sofort schlafe ich tief und fest ein.