Montag, 19. September 2016

ES IST SOWEIT!

SONNTAG, 11.09.

Ich habe es doch glatt geschafft, nochmal 2 Stunden einzuschlafen. Die Uhr zeigt " mal wieder" gegen 2 Uhr in der Früh. Dafür bin ich ab jetzt putzmunter, denn heut ist der Tag, auf den ich am allermeisten hingefiebert habe.

ES GEHT AUFS SCHIFF!

 Ich vertreibe mir die Zeit bis zum Morgen mit facetimen und Bericht schreiben.
6.30 dann lasse ich mir ein kleines Frühstück mit leckerem Kaffee bei Starbucks, welcher sich im Hotel befindet, schmecken.

Da  hier ein Shuttle zum Port of Miami  für nur 9 USD angeboten wird, nehme ich das natürlich gern an. Allerdings fährt dieser erst 11 Uhr.
So bleibt noch genügend Zeit für Relaxen am Pool.



Pünktlich chauffiert mich dann der Fahrer quer durch Miami zum Hafen. Ich bin die Einzige für diese Kreuzfahrt.
Die Aufregung steigt, und als ich die "NORWEGIAN GETAWAY"  am Horizont erkennen kann, ist es mit meiner Haltung mal wieder vorbei.
Ich bin froh, hinter dem Driver zu sitzen. Er muss ja nicht mitbekommen, dass ich weine vor Freude!
Leider hab ich erstmal nur dieses Foto von dem Schiff. Es kommen aber noch bessere.







Es sind wohl um die 4000 Passagiere und ca. 2000 Mann Besatzung drauf bei voller Belegung.

Am Hafen liegt zwar nur unser Schiff vor Anker, aber dadurch, dass einige Gäste der letzten Fahrt noch da stehen und auf ihren Rücktransport warten, währen Hunderte andere die Koffer zum Einchecken abgeben, ist das Gewusel groß.
Ich hatte in der Aufregung vergessen, den Gepäckanhänger auszudrucken.
Das macht aber nichts, anderen geht's genauso. 
Ein Mitarbeiter verteilt neue zum Ausfüllen.
Die Koffer werden auf Wagen verladen, aber das kenne ich ja schon von vorangegangenen Schiffsreisen, auch dass man "keinen" Teil des Gepäckabschnittes mitbekommt wie beim Flug.

Irgendwie kommt das Gepäck trotzdem immer auf der richtigen Kabine an.

Das Einchecken dauert im Vergleich zu Royal Carribean (RCCL) bei den letzten Reisen deutlich 
länger und ist auch von der Einrichtung her ziemlich öde.

Die Halle sieht eher aus wie ein Lagerschuppen als die Vorstufe zu einer Traumreise.
Nach  ca. 1 h ist es dann aber geschafft und wir betreten das Schiff. 

Da kommt gleich der nächste Hammer: Kam man  bei  RCCL  unter Musikklängen in dem Shoppingteil des Schiffes an, empfängt uns hier der Geruch nach abgestandenem Rauch, denn wir landen im Casino! Was ist  denn das  für ein Empfang?? Es sind ja  Kinder mit dabei, die da auch mit durch müssen.....

Sorry, aber ich bin erstmal leicht schockiert.
Hoffentlich geht das nicht so weiter.

Gleich als Erstes buche ich am Sevicecenter das Wochenpaket für den "VIBE BEACH CLUB". Dies 
ist ein Ruhebereich mit eigenem  Whirlpool auf dem obersten Deck unter freiem Himmel, nur für eine bestimmte Anzahl Gäste. Von vorangegangenen Reiseberichten wusste ich, dass dieser schnell ausgebucht ist. Man kann ihn allerdings erst reservieren, wenn die Reise beginnt.

Unsre Kabinen sind noch nicht fertig, also gehen alle erstmal ins
GARDEN CAFE, ein Buffetrestaurant
Es ist hell und freundlich eingerichtet mit Rundumblick aufs Meer. Ein Teil des Cafés befindet sich sogar auf dem Aussendeck.

Hier ist natürlich am ersten Tag auch die Hölle los, aber man bekommt immer einen Platz , die Speisen sind richtig lecker und an Auswahl mangelt es auch nicht. 
Natürlich kann man das nicht mit  der " Oasis of the Seas" vom letzten Jahr vergleichen, aber da waren ja auch ein paar tausend Leute mehr drauf.

Nun muss nur noch meine Unterkunft in Ordnung sein, dann bin ich wieder ausgesöhnt mit dem Schiff. 
Ich werde nicht enttäuscht. Meine Balkonkabine  an Deck 14 steht der von RCCL in nichts nach: 
seht selbst:




Sie liegt direkt unter dem Garden Café und dem Pooldeck, genau das, was ich wollte.
Mein Koffer ist noch nicht da. Das war aber bei RCCL genauso, einmal hatte ich ihn erst gegen Abend vor der Tür stehen.

Ich schnappe mir meine  Badesachen und genieße die ersten Runden im Pool. Es gibt leider nur einen für Erwachsene, einen für Kinder, einen Wasserspielpatz und für Gäste einer Suite einen privaten Bereich mit extra Pool.

Noch vor der Rettungsübung buche ich das Internetpaket für die ganze Woche. Es kostet 88 USD,  viel weniger als vorher auf der Homepage im Internet.
Manchmal ist es eben besser, zu warten mit Buchen bestimmter Sachen. Im Reisepreis inbegriffen sind zwar 250 Freiminuten, aber die sind bei meiner Internetnutzung und vor allem den vielen Facetimeanrufen nach Hause schnell um.

Ich packe meinen Koffer aus, der inzwischen da ist.

Nun wird zur Rettungsübung gerufen. Wir sitzen in verschiedenen Gruppen verteilt auf die Restaurants im Schiff. Manche Gäste kennen  anscheinend die Zeit nicht, deshalb müssen wir ewig warten, bis alle eingetrudelt sind. Die Übung geht aber zum Glück nicht lange und es ist an der Zeit, an Deck zu gehen, um das Auslaufen aus Miami zu sehen.

Leider ist dies hier wenig spektakulär gemacht. Bei RCCL wird es groß angekündigt und das Schiffshorn ertönt dreimal - hier irgendwie nicht.
Wir fahren einfach los. Na gut, wenigstens ist die Aussicht auf Miami prima






























Nach dem Abendessen am Buffet gehe ich zum Sonnenuntergang an Deck.
Es ist aber bewölkt und so kann ich leider keine guten Fotos machen.




Ich laufe über das Schiff, setze mich in einen bequemen Sessel am Bug und genieße die warme Nachtluft.

Gegen 22 Uhr ( hurra, ich habe ausgehalten!), zieht mich aber das Bett magisch an und sofort schlafe ich tief und fest ein.




Donnerstag, 15. September 2016

Eine Busfahrt, die ist lustig... oder auch nicht!

Samstag,10.9.
Um 2 Uhr endet mein Nachtschlaf.
Wie immer wird erstmal mit meiner Familie via Facetime gesprochen.
Dann plagt mich der kleine Hunger auf ein richtiges Frühstück.
Im Hotel gibt's das aber um diese Zeit natürlich noch nicht.
Also lasse ich mir an der Rezeption erklären, wo ich jetzt schon etwas bekomme.
In Laufweite befindet sich ein "DENNYS".
Ich mache mich auf den Weg. Der International Drive, wo ansonsten reges Nachtleben herrscht, ist wie ausgefegt.
Ein bisschen komisch ist mir schon, so allein auf der Straße und rennen könnte ich mit meinem Bein auch noch nicht. Ich bin froh, als ich die Lichter des Restaurants sehe.
Außer mir sind noch zwei Tische belegt. Die Uhr zeigt vier Uhr. Ich genieße ein typisch amerikanisches Frühstück mit Toast und Rührei.
Als draußen so langsam die Stadt erwacht, laufe ich zum Hotel zurück.
7 Uhr lasse ich mich für 9 USD zum ALLTOURS  Busstand bringen  (der Name hat aber nichts mit dem deutschen Veranstalter zu tun).













Der Bus ist halbvoll und pünktlich 8 Uhr geht es los Richtung Miami Airport. Unterwegs gibt es noch
3 Zwischenhalte.
Es ist kurz vor zwölf Uhr, als wir in einen Riesenstau geraten. Es geht alle paar Minuten immer nur wenige Meter weiter. Dabei sind wir schon so nahe am Airport, dass wir die Flugzeuge schon stehen sehen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit mit Stopp and Go biegt der Fahrer ab und versucht anderweitig zum Airport zu gelangen. Diese Idee hatten aber andere auch.
Also geht das Gezuckel weiter. Viele Taxigäste steigen einfach aus und laufen mit ihrem Gepäck das letzte Stück zum Terminal .

Jetzt erst sehen wir ein riesiges Polizeiaufgebot mit Gewehr, Pistole und kugelsicherer Weste.
Was ist das nun wieder??


Der Fahrer bringt uns zu einem Nebeneingang eines der Terminals.
Hier ist es unnatürlich ruhig, kaum Fluggäste. Ja klar, die stehen ja alle im Stau...
Mein Shuttle zum Hotel kommt kurze Zeit später. Drin sitzt schon eine Airlinecrew, die mir sagt, was eigentlich los ist.
Es gab eine Bombendrohung am Check Inn von  American Airline, was am Vortag des denkwürdigen 11.9. auch sehr ernst genommen wird.
Gefunden wurde natürlich nichts.

Über Umleitungen kommen wir bald darauf im " Courtyard Miami Airport West DORAL" an. Ich hatte im letzten Jahr mit meinem Sohn schon dort übernachtet und fühle mich wieder sehr wohl.









Eigentlich müsste ich noch shoppen gehen, da ich nicht wirklich viel zum Anziehen mithabe, möchte ja hier alles kaufen.
Aber erstens ist es nun schon Nachmittag und zweitens möchte mein Bein noch nicht unbedingt weit laufen. Ich humple immernoch, das geht mir so langsam auf die Nerven....
So nehme ich nur mein verspätetes Mittag oder man könnte auch sagen zeitiges Abendbrot im Restaurant um die Ecke ein und drehe wieder meine Runden im Pool.
Gegen 17 Uhr lege ich mich für ein  " Nickerchen" aufs Bett. Als ich wieder wach werde, ist es dunkel und die Uhr zeigt kurz vor Mitternacht.
Na toll, wenn das so weitergeht, komm ich diesmal wohl gar nicht mehr mit der Zeitumstellung klar..


Montag, 12. September 2016

Eine lange Anreise

Freitag, 09.09.2016
Heute wird's etwas viel Schreiberei, das ist aber der  komplizierten Anreise geschuldet.

Ich brauchte keinen Wecker, stand 5.30 Uhr Gewehr bei Fuß.
Heut geht es nun endlich wieder in meine zweite Heimat Florida!!!
7 Uhr fahre ich mit dem Shuttle zum Airport.  Bis zum Abflug  sind noch über 3 Stunden Zeit.
Im Endeffekt war das aber genau richtig . Denn ich muss fast über den ganzen Flughafen ( es gibt dort keine Züge zwischen den Terminals:
macht Spass mit Koffer, Rucksack ,Handgepäck und einem Verband, der einem ständig vom Bein rutscht...
Irgendwie will mich der Computer auch nicht einchecken. Erst als die Dame am Schalter mit jemandem telefoniert, klappt das endlich. Da wird einem schon anders, wenn man zweimal gefragt wird, ob man ESTA gemacht und auch ein Rückflugticket gebucht hat. Zum Glück habe ich die Bescheinigungen gleich dabei.
Vielleicht lag es daran, dass mein Rückflug mit United geht und nicht mit LH.
So vergeht die Zeit und als ich dann endlich nach nochmaligem längerem Fußmarsch, diesmal aber nur mit Handgepäck am Gate ankomme, reicht es noch für einen Kaffe und ein Brötchen, dann geht es schon in den Flieger nach Frankfurt. Ich bin schon mehrfach von Amsterdam nach Frankfurt geflogen, aber sonst war das immer der letzte Flug zum Abschluss einer Reise. Diesmal ist es nun andersherum und gefällt mir wesentlich besser!!!
Als wir dann abheben, laufen mir die Tränen in Sturzbächen. Zu sehr habe ich mir in den letzten Monaten genau diese Zeit herbeigesehnt.









































Jetzt nehme ich erstmal bewusst wahr, dass ich heut Abend schon in Orlando 
im Hotelpool baden und die kommende Zeit genießen kann.



Pünktlich landen wir in Frankfurt, aber natürlich muss ich auch hier zu meinem  Anschlussgate
einige Zeit laufen.
Ein kurzer Bummel durch die Geschäfte im Transitbereich, ein Anruf mit meinem Mann und schon
geht's in den Flieger nach Orlando. Es ist eine Boeing 747. Ich hatte mir im Vorfeld schon einen
Sitzplatz in einer der letzten Reihen reserviert, wo statt 3 nur 2 Plätze nebeneinander sind und man
genügend Platz zwischen Fenster und Sitz hat.











Auch dieser Flug ist, wie der erste von Amsterdam voll bis auf ganz wenige Ausnahmen.
Wir starten mit einer Dreiviertelstunde Verspätung. Vor uns liegen 10 Stunden, bis wir in Orlando landen.
Es gibt  eine große Auswahl an Filmen etc. in deutscher Sprache, aber so richtig interessiert mich das nicht.
Neben mir sitzt ein junger Rumäne, welcher nach kurzer Zeit schon in den Schlafmodus übergeht.
Nach dem üblichen Chicken oder Pasta Wahlessen mache ich das Gleiche, betreibe zwei Stunden Intensivaugenpflege.
Die restliche Zeit vergeht mit Reisebericht schreiben und lesen. Kurz vor der Landung gibt's nochmal was Warmes, entweder Nudeln oder Wurst. Ich hatte  Batwurst mit
Sauerkraut und Kartoffelmus und einen Pudding. Also an das Lufthansaessen kommen die
 amerikanischen  Airlines nicht ran. Es war wirklich alles sehr lecker.

Gegen18 Uhr dann landen wir ohne große Turbulenzen. An der Immigration folgt aber dann das böse Erwachen:
Eine Riesenmenschenmenge zwängt sich mit ihrem  Handgepäck zu den Schaltern. Wir kommen gar nicht hin, die Schlange endet schon lange vor der Abfertigungshalle in den Gängen. Zwischendrin hört man immer wieder kleine Kinder weinen: logisch, nach so einer langen Reise will jeder nur noch ins Hotel. Mindestens ein Flieger wurde noch zur gleichen Zeit dort abgefertigt.

Erst als wir die Halle erreichen, sehe ich ein Reihe für US Bürger, und eine für Visitors, also uns und viele leere Selfcheckinautomaten , an denen nur ganz selten jemand steht.
Irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass man, wenn man schonmal in Amerika war, dort einchecken kann und dann nur  nochmal die Bestätigung zeigen muss. Da aber keiner aus der Menge dahinging, hab ich mir das auch nicht getraut. Ich hätte mich ja an den Absperrbändern durchmogeln müssen.
Als dann aber fast 2 Stunden vergangen sind, frage ich doch mal einen Officer: Er will nur wissen, ob ich w
ESTA habe und wann ich das letzte Mal in der USA war, dann darf ich tatsächlich zum Selfcheckinautomaten .
Nun geht alles sehr schnell und nach kurzer Zeit bin ich durch.
Ich verstehe aber wirklich nicht, warum bei den vielen hunderten Leuten kaum jemand war, der das auch probiert hatte. Die sind doch niemals alle das erste Mal drüben gewesen??

Die Koffer laufen währenddessen die ganze Zeit über das Band. Ich finde meinen schnell und gehe zur Bushaltestelle vor dem Terminal. Mit dem Stadtbus "LYNX" fahre ich zu meinem Hotel. Da es mittlerweile dunkel draußen geworden ist, frage ich den Fahrer nach dem "Courtyard International Drive Convention Center".Er will mir Bescheid geben, wann ich aussteigen muss. Leider sind wir schon 2 Stationen weiter, als er merkt, dass wir an meinem Hotel schon vorbei sind.Er gibt mir ein neues Ticket und meint, ich solle den nächsten Bus zurück nehmen.

Dazu habe ich nun aber nach so einer langen Anreise so gar keine Lust mehr. So nehme ich mir für das kurze Stück zurück ein Taxi, zahle mit 10 $  viel zuviel dafür, aber ich bin endlich da!!
Mittlerweile zeigt die Uhr  9.30 pm. Das bedeutet, dass ich mit den 6 Stunden Zeitverschiebung seit 22 Stunden mit nur 2 Stunden Schlaf im Flieger auf den Beinen bin.
Aber bevor ich endlich schlafen gehe, lasse ich es mir nicht nehmen, den schönen Aussenpool des Hotels bei tropischer Wärme zu genießen.

Danach gibt's noch ein belegtes  Sandwich  aus dem Minimarkt im Hotel und  ich falle nur noch in das riesige Bett, schlafe sofort ein.